In einer immer komplexeren Anlagewelt helfen bisweilen einfache Bilder, Sachverhalte besser zu verstehen. Einige verständlichen Bilder lieferte vergangene Woche Pimco-Co-Chef Mohamed El-Erian im Interview mit der FTD – und erläuterte etwa beispielhaft anhand seines Lieblings-Brettspiels “Risiko”, welche Schwierigkeiten man als Investor von 1800 Mrd. Dollar im US-Anleihenmarkt mit einem Mitspieler wie der US-Notenbank hat. Weiterlesen…
Wann betreibt eine Notenbank wie die Bundesbank eigentlich Staatsfinanzierung über die Notenpresse oder exakter ausdrückt über die Computertastatur? Die Zentralbanker fürchten, dass sie in eine Spirale abrutschen, in der sie Staatsausgaben über Geldschöpfung aus dem Nichts finanzieren, was am Ende zu Inflation führen kann. Deshalb ist die Frage für die Frankfurter Währungshüter von größter Wichtigkeit, immerhin ist die monetäre Staatfinanzierung in den EU-Verträgen verboten worden. Nur leider sind die Antworten für den geneigten Beobachter nicht immer wirklich klar und eindeutig.
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Klaus Reeh ist ein pensionierter Statistiker und Ökonom aus Trier. Er hat wahrscheinlich als einer der Wenigsten überhaupt vorhergesehen, womit uns Hans-Werner Sinn seit gut einem Jahr in den Ohren liegt. Und zwar hat Reeh bereits vor der Euro-Einführung vor Ungleichgewichten im Zahlungsverkehr des Währungsraums gewarnt. Interessanter als seine Vorahnung von damals sind jedoch seine Ideen zur Lösung der Krise.
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Schlagworte: Brunnermeier, ESBies, Euro-Bonds, EZB, Hans-Werner Sinn, Ifo-Institut, Kapitalflucht, Klaus Reeh, Notenbank, Paul De Grauwe, Sicherheiten, TARGET, Zahlungsbilanzkrise, Zahlungsverkehr
Am Ende war es für Hans-Werner Sinn nur noch eine Frage der Semantik, ob man nun den Target-Posten bei der Bundesbank einen Kredit oder eine Forderung nennen soll. Überhaupt, so wurde auf dem Pressegespräch am Freitag deutlich, liegen der Professor und die Bundesbank gar nicht mehr so weit auseinander, wie es noch so lange im vergangenen Jahr schien. Bemerkenswerterweise kann sich der Münchner Ifo-Chef längst damit anfreunden, die EZB-Kreditvergabe auf Ebene Geschäftsbanken zu begrenzen – auch im letzten großen Streitpunkt nähern sich Sinn und Bundesbank also an.
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In einem sehr lesenswerten und leichtverständlichen Diskussionspapier zeigen vier Ökonomen von der Uni Leipzig (José Abad, Axel Löffler, Prof. Gunther Schnabl and Holger Zemanek; „Fiscal Divergence, Current Account and TARGET2 Imbalances in the EMU“), wie es zu den Ungleichgewichten im Zahlungsverkehr des Euro-Raums kommen konnte. Die Studie macht sehr schön darauf aufmerksam, dass einseitige Schuldzuweisungen an die Krisenstaaten hier am wenigsten bringen. Denn es gehören am Ende, wie so oft, immer zwei Seiten dazu in diesem Streit, wie Target-Salden im Zahlungssystem des Euro-Raums abgebaut werden können.
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Die Schuldenkrise zwingt uns mittlerweile in die Tiefen der Zahlungsverkehrs im Euro-Raums zu schauen, wie es sich vor Jahren wohl niemand vorgestellt hat. Selbst der Steuerzahlerbund springt jetzt etwas arg wirr auf die Kampagne auf, die Hans-Werner Sinn vor mehr als einem Jahr gestartet hat. Wenn wir optimistisch wären, könnten wir jetzt hoffen, dass die Target-Debatte ihren Höhepunkt erreicht hat, wenn jetzt schon der Steuerzahlerbund sein Leid klagt…
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Luxusgüteraktien sind seit Jahren “The place to be” am Aktienmarkt. Aktien von LVMH, Hermès und Co. gelten als wenig konjunktursensitiv, weil es die Superreichen auch selten sind. Obendrein gelten Luxusaktien als clevere Möglichkeit, auf die Konsumlust in Schwellenländern zu setzen, schließlich kaufen die Asiaten Louis-Vuitton-Handtaschen, Glashütte Original-Uhren und Moët & Chandon-Schampus, als wenn es kein Morgen und auch keine Rezession gäbe. Das dumme ist nur: Bei manchen Luxusaktien sind die Bewertungen schlichtweg absurd, die Börsenkurse eher Liebhaberpreise denn auch nur annähernd fundamental gerechtfertigt – auf Jahre. Der Hermès-Konzern, der heute Zahlen vorgelegt hat, ist ein solches Beispiel.
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Jeden Monat befragt die Bank of America/Merrill Lynch Fondsmanager weltweit nach ihren Favoriten im Aktienmarkt. Die jüngste Analyse unter den Verwaltern von knapp 800 Mrd. Dollar fördert ein erstaunliches Detail zu Tage: Die derzeit unpopulärste Aktienbranche überhaupt sind weder Bank- noch Versicherungsaktien, sondern die Versorger in den Schwellenländern.
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Yesterday’s winners are tomorrows’s loser - so lautet ein gängiges Vorurteil gegenüber Investmentfonds, die in den letzten drei, fünf oder gar zehn Jahren besonders gut abgeschnitten haben. Doch stimmt das überhaupt? Wir statten den Top-Fonds aus dem Jahr 2002 zehn Jahre später noch einmal einen unangemeldeten Besuch ab.
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Die besten Antworten fallen einem natürlich immer erst im Nachhinein ein. Aber so ist das wohl im Radio, besonders wenn es auch noch live ist. Einige werden es vergangene Woche schon mitbekommen haben: DRadio Wissen hat mich eingeladen (zum ersten Mal im Radio) über das WirtschaftsWunder, Blogs, Twitter, G+, Schuldenkrise usw. zu reden. Das war sehr nett von Andreas Noll und hat auch viel Spaß gemacht.
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Target hin oder her, was auf den ersten Blick dahinter steckt, ist eigentlich klar: Exportüberschüsse Deutschlands und die Kapitalflucht aus dem Süden und Westen Eurolands spülen Milliarden an Liquidität in die Kassen der deutschen Kreditinstitute. Nur damit sich keiner Ende März erschrickt, die Bundesbank dürfte dann längst Target-Forderungen von 700 bis 800 Mrd. Euro ausweisen, so mal meine grobe Schätzung (oder sollte ich Wette sagen?).
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Schlagworte: Devisenmarkt, Dollar, Euro, Exportüberschuß, EZB, Hans Redeker, Kapitalflucht, Kreditklemme, Liquidität, Morgan Stanley, Schuldenkrise, Schuldenschnitt, TARGET, Tender
Die Strategen der Tiberius Asset Management AG legen in einem heute veröffentlichten Positionspapier überzeugend dar, warum die Aktien-, Renten- und Rohstoffmärkte wegen zuletzt vollkommen widersprüchlicher Kursentwicklungen vor markanten Bewegungen stehen. Alarmiert sind sie vor allem bei Anleihen und dem Ölpreis.
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Die beiden bloggenden Journalisten-Kollegen Mark Schieritz und Olaf Storbeck atmen auf. Die angebliche Wende der Bundesbank beim Thema Target2 war gar keine. Es bleibt dabei, die Bundesbank erkennt weiterhin kein eigenständiges Risiko in der riesigen Target-Forderung von zuletzt 547 Mrd. Euro in ihrer Bilanz. Auch Kantoos geht darauf ein und möchte endlich eine Debatte anstoßen über die wirklichen Ursachen hinter den Target-Salden – nicht die Salden selbst.
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… seht Ihr, wenn das Licht angeht: Der DAX knackt die 7000er Marke – und sieht gerade mit Blick auf die hohen Dividendenrenditen im Vergleich zu den mickrig verzinsten Staatsanleihen immer noch nicht zu teuer aus. Doch ist das überhaupt ein gutes Zeichen für Aktien? Die Börsengeschichte hält jedenfalls auch für Bären ein gutes Argument parat.
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Lange galten sie den Regierungen und selbst den Banken im Euro-Raum als größter Unsicherheitsfaktor eines erzwungenen Schuldenerlasses in Griechenland: die Risiken, die aus den Kreditausfallderivaten (den Credit Default Swaps, CDS) entstehen können. Bis zum Sommer hatte niemand einen Überblick, wie viel die einzelnen Institute davon abgeschlossen hatten. Das hat sich aber längst geändert.
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