Colin Crouch beleuchtet in diesem informativen und sprachlich hervorragenden Buch, wie der Neoliberalismus entstanden ist, was er geleistet und mehr noch was er angerichtet hat. Crouch nennt die Reibungspunkte mit dem Keynesianismus, aber auch mit der neoklassischen Wirtschaftstheorie und dem klassischen Liberalismus.
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Gemeingüter zu nutzen und sie gleichzeitig für kommende Generationen zu erhalten, ist offenbar schwierig. Leer gefschte Meere, abgeholzte Wälder und viele andere ökologi-sche Katastrophen sind traurige Beispiele dafür. Weiterlesen…

Das ständige Streben nach Wachstum muss überdacht werden, fordern die beiden Wissenschaftler Hans Diefenbacher und Roland Zieschank in ihrem zeitkritischen Werk. Weiterlesen…
Der Untergangsstimmung zum Trotz: Der Kapitalismus ist keineswegs am Ende. Anatole Kaletsky glaubt an eine Kombination von Marktprozessen und staatlicher Steuerung, um aus der Krise zu finden – in dieser Mischung, sagt er, liegt die Kraft. Weiterlesen…
Angesichts des Titels kann man sich gegen einen Stoßseufzer nicht wehren. Wie oft wurde der Euro nun schon gerettet? Gefühlte 320 Mal bestimmt. Oder ist das die Höhe des griechischen Schuldenbergs in Milliarden? Egal. Nun also der ehemalige Hypovereinsbank-Chefvolkswirt und Euroretter Martin Hüfner.
Auf unterhaltsame Weise erzählt er die Geschichte vom Aufstieg und Fall der Gemeinschaftswährung, streift Dolchstoßlegenden (der Euro als Preis für die Wiedervereinigung) und erklärt, warum der Untergang mehr neue Probleme verursachen als aktuelle lösen würde. Weiterlesen…
Ian Morris’ gewichtiges Buch reiht sich in die Versuche umfassender Deutung von Weltgeschichte ein, wie sie etwa Oswald Spengler (Der Untergang des Abendlandes) oder Arnold J. Toynbee (Der Gang der Weltgeschichte) unternommen haben. Die Faktoren,die der Archäologe Morris aufzeigt, zeichnen den Prozess der gesellschaftlichen Entwicklung nach.Das ergibt plausible Grundmuster. Toynbees Gedanke, dass sich Kulturen vor allem daran bewähren, wie sie mit Herausforderungen fertig werden, spielt auch bei Morris eine wichtige Rolle. In seinem Buch wird der Westen zwar nicht verherrlicht, aber da Morris hauptsächlich quantitative, d. h. ökonomische und soziologische Aspekte im Blick hat, erscheint der Westen der Gegenwart letztlich doch als vorläufiger Gipfelpunkt einer Art geschichtlicher Evolution. Das ließe sich hinterfragen. Weiterlesen…
“Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral” – so bringt Bertolt Brecht in der Dreigroschenoper das Wesen des Kapitalismus auf den Punkt. Joyce Appleby widerspricht dem nicht: Erst füllten die Menschen ihre Bäuche, dann werkelten sie jahrhundertelang an einem System, das Wohlstand für alle schaffen sollte. Oder zumindest das Potenzial dazu hätte.
Eines macht Appleby in ihrem 500 Jahre Weltgeschichte umspannenden Buch deutlich: Auf das große Fressen folgt nicht zwangsläufig die Moral. Man muss die Räuber davon abhalten, die Gans zu töten, die “die goldenen Eier von Entwicklung und Fortschritt legt”. In bester amerikanischer Erzähltradition zeichnet die Autorin die Geschichten und Anekdoten großer und kleiner Männer nach, die dem Kapitalismus sein grausames, geniales oder gütiges Gesicht gegeben haben: vom belgischen König Leopold über Bill Gates bis hin zu Muhammad Yunus. Eine beeindruckende Fleißarbeit, die auch über den einen oder anderen Fehler hinwegsehen lässt, etwa wenn Appleby die Rettung der Investmentbank Bear Stearns in der Zeit nach der Lehman-Pleite ansiedelt. Weiterlesen…
Gutenachtgeschichten handeln nicht immer von Prinzessinnen, Zauberern oder Fröschen. Diejenige, die der in den USA bekannte Steuerverweigerer Irwin Schiff seinen Söhnen erzählt hat, dreht sich um drei Männer und einen Haufen Fische. Vaters Allegorie haben Peter und Andrew Schiff nun genutzt, um die Wirkmechanismen von Produktivität, die Entstehung von Inflation und schließlich auch die Finanzkrise zu erklären.Sie tun das mithilfe von Cartoons und in Form einer Erzählung, in der – augenzwinkernd schlecht getarnt – frühere wie aktuelle Entscheidungsträger aus Politik und Wirtschaft auftauchen. Weiterlesen…
Die Rockgruppe The Who, Karl Marx, Goethes Faust und John Maynard Keynes in einem Buch – da wird einem fast schwindelig. Sie alle verknüpft Thomas Strobl geschickt mit seinem Thema: der Notwendigkeit von Schulden fürs Wirtschaftswachstum. Erst die Schuldenwirtschaft, so Strobls Kernthese, ermögliche eine Vermehrung des Geldes. Weiterlesen…
Überall rufen Politiker und Berater heute nach mehr Markt, mehr Privatisierung, mehr Effizienz. Mathias Binswanger, obwohl selbst Ökonom, macht da nicht mit. In seinem Buch geht er einem verbreiteten Phänomen unserer Zeit auf den Grund: Weil es in vielen Gesellschaftsbereichen keinen funktionierenden Markt gibt, wird ein künstlicher Wettbewerb ausgerufen.
Doch solche Wettbewerbe sind im günstigsten Fall nur Zeitverschwendung, im schlimmsten Fall produzieren Menschen aufgrund perverser Anreize Unsinn: Wissenschaftler, die anhand von Publikationslisten beurteilt werden, schreiben Schmalspurartikel, Ärzte kümmern sich nicht mehr um die komplizierten Fälle, sondern stellen nur noch lukrative Nullachtfünfzehn-Diagnosen, Arbeitnehmer werden zum Sammeln von Diplomen und Urkunden animiert, die meist nicht das Papier wert sind, auf dem sie gedruckt sind. Weiterlesen…
Das von Ökonomen entworfene Gesellschaftsbild als Scheinwelt darzustellen, die mit der Wirklichkeit nicht viel zu tun hat, ist ein gewagtes Unterfangen. Norbert Häring versucht es trotzdem – und überzeugt.Sein Frontalangriff auf die herrschende Lehre basiert auf durchaus einleuchtenden Argumenten. Er feuert nicht einfach Breitseiten ab, sondern begründet seine Kritik an etablierten Lehrbuchweisheiten mit vielen aktuellen Forschungsergebnissen. Weiterlesen…
In den USA werden die Reichen immer reicher und die Mittelschicht wird immer ärmer. Das ist die Kernthese, von der der ehemalige US-Minister für Arbeit, Robert Reich, in seinem Buch ausgeht. Er vergleicht die heutigen Reformen in Amerika mit denjenigen zur Zeit der Großen Depression.
Dabei kommt er zum Schluss, dass die Mittelschicht mit weiteren Reformen fi nanziell gestärkt werden muss. Zugleich plädiert er dafür, die reiche Oberschicht höher zu besteuern. Weiterlesen…
Der Titel dieses Buches könnte den Leser glauben lassen, er halte eine der vielen Anklageschriften gegen den Kapitalismus in den Händen, wie sie besonders seit der Krise die Regale füllen. Tatsächlich will Ha-Joon Chang aber aufklären und die Menschen dazu bringen, vermeintliches Expertenwissen kritisch zu hinterfragen.
Diesem Anspruch wird das Buch voll und ganz gerecht. Sehr anschaulich und mit vielen Beispielen aus Geschichte und Gegenwart führt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler gängige Annahmen über den Kapitalismus ad absurdum. Weiterlesen…
Die schlechte Nachricht einmal vorweg: Die volkswirtschaftlichen Rahmenbedingungen ändern sich so schnell, dass die meisten Anlagestrategien in diesem Buch bereits veraltet und damit gleich zu kübeln sind. Die gute Nachricht: Der Leser erhält das nötige Werkzeug, um seine eigene Strategie zu entwerfen. Damit diese erfolgreich ist, muss sie allerdings oft den Marktzuständen angepasst werden, betont Autor Wolfgang Münchau. Weiterlesen…
Der Ökonom und Politiker Karl-Heinz Paqué spricht sich eindeutig für das Wirtschaftswachstum aus – trotz oder gerade wegen der immer lauter werdenden Kritik, die längst nicht mehr nur aus den linken oder alternativen Lagern kommt.
Paqué trägt die unterschiedlichen Einwände der Wachstumsskeptiker vor und setzt sich mit ihnen differenziert auseinander. Dabei greift er auf zahlreiche Untersuchungen, Theorien und Erfahrungen Weiterlesen…
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